Der Wunsch nach einem goldenen Sommerteint treibt viele Menschen in die Sonne – oder neuerdings in die Drogerien. Dort versprechen sogenannte Bräunungsbeschleuniger schnellere Ergebnisse beim Sonnenbad. Ein Produkt, das sich dabei besonders hervortut, ist die Shine Brown Creme von ByRokko. Doch was steckt wirklich hinter diesen Präparaten, und wie lässt sich der Traum von der Urlaubsbräune mit verantwortungsvollem Sonnenschutz vereinbaren?
Wie Bräunungsbeschleuniger funktionieren
Im Gegensatz zu Selbstbräunern, die lediglich die oberste Hautschicht färben, setzen Bräunungsbeschleuniger auf einen anderen Mechanismus. Sie enthalten meist Beta-Carotin, einen natürlichen Farbstoff aus der Familie der Carotinoide, der auch in Karotten und anderen orangefarbenen Gemüsesorten vorkommt. Sobald die Haut UV-Strahlung ausgesetzt wird, verstärkt Beta-Carotin die körpereigene Melaninproduktion – jenen Hautfarbstoff, der für die natürliche Bräunung verantwortlich ist.
Das bedeutet konkret: Ohne Sonnenlicht oder Solarium bleibt ein Bräunungsbeschleuniger wirkungslos. Die Creme kann den Bräunungsprozess nur unterstützen, nicht ersetzen. Die Zusammensetzung solcher Produkte enthält häufig weitere pflegende Inhaltsstoffe wie Feuchtigkeitsspender, Vitamine und Antioxidantien, die dem Austrocknen der Haut durch Sonneneinstrahlung entgegenwirken sollen.
Anwendung und richtige Pflegeroutine
Für ein gleichmäßiges Ergebnis ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Eine strukturierte Pflegeroutine erhöht nicht nur die Effektivität, sondern minimiert auch das Risiko unschöner Flecken oder Streifen:
- Am Vortag ein sanftes Körperpeeling durchführen, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen
- Zuerst eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30 auftragen und vollständig einziehen lassen
- Anschließend den Bräunungsbeschleuniger gleichmäßig auf die gewünschten Körperpartien verteilen
- Nach dem Sonnenbad eine reichhaltige After-Sun-Pflege verwenden, um die Hautfeuchtigkeit wiederherzustellen
Besonders wichtig: Die meisten Bräunungsbeschleuniger enthalten keinen UV-Schutz. Sie ersetzen daher auf keinen Fall eine klassische Sonnencreme. Der zusätzliche Sonnenschutz ist nicht verhandelbar, wenn man Hautschäden und vorzeitige Alterung vermeiden möchte.
Inhaltsstoffe und Pflegefaktor
Neben Beta-Carotin setzen moderne Bräunungscremes häufig auf eine Kombination aus feuchtigkeitsspendenden und hautberuhigenden Wirkstoffen. Typische Bestandteile sind Glycerin, Panthenol, Vitamin E und pflanzliche Öle. Diese Zusätze sollen die Haut geschmeidig halten und den Feuchtigkeitsverlust ausgleichen, der durch UV-Strahlung und Wärme entsteht.
Die reichhaltige Textur vieler Produkte hinterlässt nach dem Auftragen ein samtiges Hautgefühl. Oft sind auch Duftstoffe enthalten – bei der ByRokko-Creme etwa eine Mischung aus Zitrus-, Beeren- und Vanillenoten. Wer empfindlich auf Parfümstoffe reagiert, sollte vor dem ersten Gebrauch einen Verträglichkeitstest an einer kleinen Hautstelle durchführen.
Bräunungsbeschleuniger können die natürliche Pigmentierung intensivieren, ersetzen aber niemals einen ausreichenden UV-Schutz – das Risiko für Hautschäden bleibt ohne Sonnencreme bestehen.
Grenzen und gesundheitliche Aspekte
So verlockend der Gedanke an schnellere Bräunung auch sein mag: Die Anwendung solcher Produkte birgt Risiken, wenn man grundlegende Sicherheitsregeln missachtet. UV-Strahlung ist nachweislich der größte externe Faktor für vorzeitige Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko erheblich. Ein Bräunungsbeschleuniger verstärkt den Pigmentierungsprozess, schützt die Hautzellen jedoch in keiner Weise vor Schäden.
Besonders kritisch ist die Anwendung bei empfindlichen Hauttypen und Kindern. Helle Hauttypen, die zu Sonnenbrand neigen, sollten von Bräunungsboostern absehen oder sie ausschließlich in Kombination mit hohem Lichtschutzfaktor und sehr kurzen Sonnenzeiten nutzen. Für Kinder sind diese Produkte generell nicht geeignet, da ihre Haut über weniger natürliche Schutzmechanismen verfügt.
Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Zwischen 11 und 16 Uhr erreicht die UV-Strahlung ihre höchsten Werte. Wer in diesem Zeitfenster bewusst ein Sonnenbad nimmt, setzt sich einem erhöhten Risiko aus – selbst mit Sonnenschutz. Regelmäßige Pausen im Schatten und das Nachcremen alle zwei Stunden sind unerlässlich.
Alternative Wege zum sommerlichen Teint
Wer die gesundheitlichen Risiken von UV-Strahlung komplett umgehen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Selbstbräuner auf Basis von Dihydroxyaceton (DHA) färben die oberste Hautschicht ohne jede Sonneneinstrahung und liefern nach wenigen Stunden ein bräunliches Ergebnis. Sie bieten zwar keinen pflegenden Effekt wie ein Beta-Carotin-Produkt, dafür entfällt das Sonnenbaden vollständig.
Eine weitere Option sind getönte Tagescremes oder Bodylotions, die sofort eine leichte Tönung verleihen und gleichzeitig Feuchtigkeit spenden. Diese Produkte eignen sich besonders gut für den Alltag und lassen sich mit normalem Sonnenschutz kombinieren.
| Produkttyp | Wirkweise | UV-Strahlung nötig | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Bräunungsbeschleuniger | Verstärkt Melaninproduktion | Ja | Lang (natürliche Bräune) |
| Selbstbräuner | Färbt oberste Hautschicht | Nein | 3–7 Tage |
| Getönte Lotion | Soforteffekt durch Farbpigmente | Nein | Bis zum Abwaschen |
Verantwortungsvoller Umgang und Fazit
Bräunungsbeschleuniger wie die Shine Brown Creme von ByRokko können durchaus ein interessantes Hilfsmittel für alle sein, die ohnehin regelmäßig und kontrolliert Sonne tanken. Sie intensivieren die natürliche Bräunung und pflegen die Haut zugleich. Entscheidend ist jedoch, dass man sie niemals als Ersatz für Sonnenschutz betrachtet.
Wer sich für die Anwendung entscheidet, sollte auf folgende Punkte achten: hoher Lichtschutzfaktor, Vermeidung der Mittagssonne, regelmäßiges Nachcremen und intensive After-Sun-Pflege. Eine gesunde, strahlende Haut entsteht nicht durch maximale UV-Dosis, sondern durch ausgewogenen Schutz und gezielte Pflege.
Dieser Artikel ersetzt keine dermatologische Beratung. Bei Fragen zu Hauttyp, Sonnenverträglichkeit oder bestehenden Hauterkrankungen sollte vor der Anwendung von Bräunungsbeschleunigern ein Hautarzt konsultiert werden.
